Flyableday · Thermikkarte

Meteogramm lesen: Startfenster, Wind nach Höhe und Wolken

Andreas Schachinger · Stand · 2 Min. Lesezeit

Das Meteogramm zeigt das Flugwetter eines Startplatzes über mehrere Tage. So liest du Startfenster, Windfahnen, Arbeitshöhe und Wettersymbole richtig.

Die Karte zeigt einen Zeitpunkt für viele Orte. Das Meteogramm zeigt einen Ort über viele Stunden. Du öffnest es, indem du einen Startplatz antippst oder irgendwo in die Karte klickst.

Das Startfenster ganz oben

Der farbige Streifen fasst jede Stunde in einem Urteil zusammen: gut (grün), grenzwertig (gelb) oder ungeeignet (rot). Bewertet werden Windstärke, Böen, die Windrichtung im Vergleich zu den freigegebenen Startrichtungen, Regen und Gewitter. Das schlechtere Teilurteil gewinnt: Ein Platz mit perfektem Wind, aber Gewittergefahr, bleibt rot.

Bewertet wird nach festen Grenzen, die nichts über dein Können wissen. Ein grünes Fenster heißt „das Modell sieht keinen Grund dagegen“ — nicht „für dich geeignet“.

Windfahnen nach Höhe

Im Diagramm stehen Windfahnen für mehrere Höhen übereinander. Die Farbe zeigt die Stärke: unter 10 km/h, unter 20, unter 30, unter 45 und darüber. Fahr mit dem Zeiger über eine Fahne, dann siehst du Stärke und Richtung genau.

Achte auf zwei Muster:

Die Flächen im Hintergrund

Wettersymbole

Wolkensymbole zeigen die Bewölkung, Tropfen den Niederschlag mit der Menge in mm/h (ab 0,1 mm/h). Ein Blitz erscheint ab einem CAPE von 800 J/kg — ab da ist die Luftmasse labil genug für Gewitter. Mehr dazu im Artikel über Gewitter.

So nutzt du es in der Praxis

  1. Startplatz suchen oder antippen, den Tag oben wählen.
  2. Grünes Startfenster suchen — und prüfen, ob es mit guter Arbeitshöhe zusammenfällt.
  3. Windfahnen auf Kammhöhe ansehen: passt der Höhenwind auch?
  4. Nach rechts schauen: Kommt am Nachmittag ein Blitz oder Regen? Dann Landezeit davor planen.

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